Stadtführung


   

(Anmerkung: Gehen Sie mit Ihrem Mauszeiger langsam auf der Karte spazieren. Zu den meisten Gebäuden sowie einigen Straßen bzw. Stadtgebieten erhalten Sie per Mausklick weitere Informationen. Sie können sich natürlich auch mittels der Bildlaufleiste einen Eindruck von der Elbinger Innenstadt verschaffen. Die Bilder sind von Nord nach Süd und von West nach Ost angeordnet. Viele Bauwerke sind aus dem heutigen Stadtbild leider verschwunden, so z.B. die Speicher, das Neue Rathaus, das Stadttheater sowie viele alte, hier unerwähnte Bürgerhäuser mit hübschen Giebeln. Die folgende Aufstellung der Sehenswürdigkeiten erhebt selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. 

 

 


 

Bootshaus des Rudervereins "Nautilus"

Bootshaus des Rudervereins Nautilus 

Am Standort des dreistöckigen Bootshauses, das 1906 an der Nordspitze der Speicherinsel errichtet wurde, befand sich einstmals eine Schanze der Stadtbefestigung. Der Ruderverein "Nautilus" wurde 1877 von jungen Elbinger Kaufleuten gegründet, seine Tradition wird bis heute weitergepflegt. 
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Die Speicherinsel

Speicherinsel 

Die Speicherinsel wird im Norden, Westen und Süden vom Danziger Graben umgeben, der im Dreißigjährigen Krieg mit Wall und drei Schanzen von Schwedenkönig Gustav Adolf  angelegt wurde; im Osten grenzen die Speicher an den Elbingfluß. Die Speicherinsel diente bis 1326 als Holzlagerplatz. Die in der Folgezeit errichteten Speichergebäude wurden zur leichteren Unterscheidbarkeit mit Tierbildern bzw. Symbolen versehen, woraus sich ihre Namen wie "Der Storch", "Die weiße Taube", "Der alte Wolf", "Kaiser", "Neptunsspeicher" usw. ableiteten. Eingelagert wurden u.a. Hanf, Flachs, Wolle, Tierfelle, Asche, Getreide und Heringe. 
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St. Marien

St. Marien 

Die St. Marien-Kirche wurde 1246 von Dominikanern nahe der nordwestlichen Stadtmauer errichtet. Der Klosterregel entsprechend wurde der gotische Ziegelbau ohne Turm gebaut. Chor und Kreuzgang haben Kreuzgewölbe, die Langkirche ein schönes Netzgewölbe. Langkirche und Chor wurden durch einen spätgotischen Flügelaltar getrennt. 
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St. Nikolai

St. Nikolai 

Die St. Nikolai-Kirche wurde nach 1260 in gotischem Stil erbaut und war dem Schutzheiligen der Seefahrer gewidmet. Der sog. "Grüne Turm" (oder auch "Mohrenberger") geriet 1777 in Brand und wurde später durch einen neuen, 95 m hohen Kirchturm ersetzt, der das Stadtbild beherrscht. St. Nikolai war von 1573 bis 1617 die Hauptkirche der Elbinger Protestanten. Besonders erwähnenswert ist das Taufenbecken des Meisters Bernhuser, ein Erzguß von 1387, dessen Sockel von acht liegenden Löwen umgeben ist. 
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Städtisches Museum

Städtisches Museum 

Nach mehrmaligen Umzügen fand das Museum in den sehr schönen Häusern Heilig-Geist-Str. 3 und 4 eine neue Heimat. Die heimatgeschichtliche Sammlung umfaßte Werke der kirchlichen Kunst, bürgerliche und bäuerliche Wohnräume, Werke der Kleinkunst und eine wertvolle Münzsammlung. Auch eine naturwissenschaftliche und völkerkundliche Sammlung waren zugänglich. Das Museum wurde gemeinschaftlich von der Stadt sowie von der Elbinger Altertumsgesellschaft (gegründet 1873) gepflegt und erweitert. Neben dem Städt. Museum gab 
es ein zweites Elbinger Heimatmuseum, das Carl-Pudor-Museum im Kramerzunfthaus 
(Wilhelmstr. 29). 
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 Heilig-Geist-Hospital

Heilig-Geist-Hospital 

Das Heilig-Geist-Hospital wurde 1242 durch den päpstlichen Legaten Wilhelm von Modena zusammen mit dem Deutschen Orden und der Stadt gestiftet und vom Orden reich mit Landbesitz ausgestattet (daher sprach man auch vom "reichen Hospital"). Das Heilig-Geist-Hospital fungierte zwischen 1291 und 1454 als Hauptspital des Deutschen Ordens und wurde anschließend von der Stadt als Hospital weitergeführt. Der Kern des Mauerwerks stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die einschiffige Kirche ohne Turm wurde 1621 nach einem Gewölbeeinsturz erneuert. Das Hospital selbst besteht oberhalb der Grundmauern aus Fachwerkbauten des 17. Jahrhunderts. Jede der Wohnungen der einzelnen Hospitalsinsassen hatte ihren eigenen Zugang. Besonders die beiden Innenhöfe des Hospitals mit hölzernen Treppen zum Obergeschoß waren ein malerischer Anblick. Die Heilig-Geist-Gemeinde war seit 1856 mit der Gemeinde von St. Marien vereinigt. 
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Agnes-Miegel-Schule

Agnes-Miegel-Schule 

Im Jahre 1535 gründete der niederländische Glaubensflüchtling Wilhelm Gnaphäus im Auftrag der Stadt im ehemaligen Brigittenkloster am Elbingfluß das erste protestantische Gymnasium Preußens. In der Neuzeit beherbergten die Gebäude die Agnes-Miegel-Schule, eine Mädchenmittelschule. Das Hauptgebäude ist auf den Grundmauern des alten Kornhauses der Elbinger Ordensburg errichtet. 
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Markttor

Markttor 

Das Markttor (früher: Schmiedetor) wurde 1319 errichtet und trug ein barockes Glockentürmchen aus dem Jahre 1755. Der quadratische Torturm, ein schlichter gotischer Ziegelbau, war das innere Tor in der Stadtmauer, vor dem jenseits des inneren Grabens im Zuge des Walles noch ein großes Außentor lag. Die Stadtmauer wies früher sechs weitere Türme auf (s. untere Abbildung), die im Laufe der Zeit alle zusammen mit der Stadtmauer abgerissen wurden. Beispielsweise befand sich bis 1817 am Nordende der Dienerstraße der Temenitzer Turm (auch "der Strumpf" bzw. Diebsturm genannt). Er war etwa 23 m hoch und achteckig. 

Alte Elbinger Stadttürme und -tore 

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Alter Markt

Alter Markt 

Der Alte Markt war die breiteste Straße der Elbinger Altstadt und mit 400 m auch eine der längsten. Sie verlief parallel zum Elbingfluß und wurde im Norden vom Markttor, im Süden von der Heilig-Geist-Straße begrenzt. Es handelte sich um die Hauptgeschäftsstraße der Altstadt, durch die auch eine Straßenbahnlinie führte. Die Häuser waren einst oft mit Beischlägen versehen, die wegen des zunehmenden Verkehrs und der Notwendigkeit, Schaufensterflächen zu schaffen, nach und nach entfernt wurden. Entfernt wurde später ebenfalls der Pfeifenbrunnen (vorn links im Bild), der erste und älteste Wasserleitungsbrunnen Elbings. Ihn zierte seit 1689 eine Herkulesfigur und ein schmiedeeisernes, reich vergoldetes Gitter. 1885 ersetzte man die Konstruktion durch eine Steinkonstruktion mit gotischem Brunnentürmchen und der Figur des Neptun. 
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Kaiserin Auguste Viktoria-Schule

Kaiserin Auguste Viktoria-Schule 

Es handelte sich um ein Städtisches Lyzeum mit Oberlyzeum und Studienanstalt. Das Gebäude dieser "höheren Töchterschule" wurde in den Jahren 1873-1875 errichtet. 
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Friedrich-Wilhelm-Platz

Friedrich-Wilhelm-Platz 

Der Neue Markt erhielt 1816 seine endgültige Bezeichnung Friedrich-Wilhelm-Platz. Er entstand durch die Einebnung ehemaliger Stadtgräben bzw. hoher Wälle. Neben einem Denkmal Kaiser Wilhelms des Großen stand die 1837 anläßlich der 600-Jahrfeier gepflanzte Jubiläumseiche. Vor dem Neuen Rathaus, der den Platz nach Süden hin abgrenzte, stand der Silberbrunnen, der später mit einer Statue des Hermann Balk (Ordensritter und einer der Gründer der Stadt Elbing) versehen wurde. Am Friedrich-Wilhelm-Platz befand sich u.a. das Elbinger Hauptpostamt. 
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Neues Rathaus

Neues Rathaus 

Das Alte Elbinger Rathaus stand von 1319 bis 1777 zwischen der Fleischer- und der Schmiedestraße mit der Hauptfront zum Alten Markt. Es brannte zusammen mit der Nikolaikirche ab. Das Neue Rathaus wurde am Südende des Friedrich-Wilhelm-Platzes errichtet und stammte in seiner endgültigen Form aus den Jahren 1891-94. Es wurde im deutschen Renaissance-Stil erbaut und sollte mit seinen vielen Türmen und Giebeln dem Mangel der Stadt an Türmen abhelfen. Unter der Rathausuhr befand sich ein Relief des Hermann Balk, vereinzelt wurden verschiedene Formen alter Elbinger Giebel nachgebildet. 
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Stadttheater

Stadttheater 

Das Elbinger Theaterleben erblühte nach 1775. Das Elbinger Stadttheater wurde 1845/46 erbaut; Elbinger Kaufleute gründeten zu diesem Zweck eine Aktiengesellschaft, die Stadt schenkte das Grundstück. Ein größerer Umbau erfolgte 1911. Es wurden Schauspiele, Opern und Operetten aufgeführt, hervorzuheben ist das gute Theaterorchester. Die Elbinger nahmen ihr Theater gern und oft in Anspruch. 
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Pestalozzischule

Pestalozzischule 

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Heilige-Drei-Königs-Kirche

Heilige-Drei-Königs-Kirche 

Die alte Pfarrkirche der mittelalterlichen Neustadt ("Zu Heiligen Drei Königen in der Neustadt"), die mit mehreren Anbauten und einem gesondert stehendem Glockenturm eine malerische Baugruppe darstellte, wurde 1881 abgerissen. Der stattliche Neubau in gotischem Stil stammte aus dem Jahr 1885. 
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Land- und Amtsgericht

Land- u. Amtsgericht 

 Der Neubau des Land- und Amtsgerichts wurde auf eingerammten Pfählen auf Treibsand errichtet. Die Steinsäulen des Portals (Vorbau) sind reich geschmückt mit Blätterranken und Tierfiguren. 
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Letzte Bearbeitung: 14.10.97