Chronik


890  Wulfstan der Wikinger besucht den prußisch-wikingischen 
Handelsort Truso am Drausensee
1237  Gründung der Stadt Elbing durch den Landmeister des 
Deutschen Ordens, Hermann Balk, und Lübecker Bürger; 
Beginn des Baus einer Ordensburg
1246  Bestätigung des lübischen Stadtrechts durch Hochmeister 
Heinrich von Hohenlohe
1347  Stadtrechtsverleihung an die südöstlich der Altstadt gelegene 
Neustadt Elbing
1358  Elbing wird Gründungsmitglied der Hanse
1440  Gründung des Preußischen Bundes in Elbing
1454  Zerstörung der Elbinger Ordensburg
1457  Elbing wird autonome Republik unter der Oberhoheit des 
Königs von Polen. Stadtregent ist der unabhängig im Rat 
erkorene Präsidierende Bürgermeister
1535  Errichtung des ersten protestantischen Gymnasiums 
Preußens
1579  Elbing räumt England freien Handel ein und erlebt in der 
Folgezeit eine neue Handelsblüte
1618  Elbing verläßt die Hanse
1772  Ende des selbständigen Stadtstaates Elbing im Zuge der 
Wiedervereinigung Altpreußens durch Friedrich den Großen
1828  Der Bau eines ersten Dampfschiffes signalisiert in Elbing 
den Beginn der Industrialisierung
1837  Gründung einer Maschinenfabrik durch den Industriepionier 
Ferdinand Schichau. Im Laufe der Zeit entwickelt sich hieraus 
eine Werft von Weltruf sowie eine große Lokomotivenfabrik
1878  Gründung der größten Zigarrenfabrik Kontinentaleuropas in 
Elbing durch die Fa. Loeser & Wolff (Berlin)
1889  Gründung der größten ostdeutschen Molkerei: 
Heinrich Schroeter, Elbing
1907  Errichtung einer Automobilfabrik durch Franz Komnick
1922  Elbing wird Teil des Regierungsbezirkes Westpreußen in  
der Provinz Ostpreußen
1926  Gründung der ersten Pädagogischen Akademie in Preußen, 
später "Hochschule für Lehrerbildung"
1939  Elbing wird Teil des Reichsgaus Danzig-Westpreußen
1943  Die Stadt zählt 97.370 Einwohner, der zugehörige Landkreis 
29.903 Einwohner
1945  Vom 23.01. bis 10.02. Verteidigung der Stadt gegen die 
Rote Armee; im Zuge der Kämpfe wird die historische 
Altstadt nahezu vollständig zerstört. Die noch in der Stadt  
verbliebene Bevölkerung wird später fast ausnahmslos 
vertrieben. Die Stadt wird den Polen zur vorläufigen Ver- 
waltung übergeben, die bis heute andauert
1990  45 Jahre nach Kriegsende, Vertreibung und Zwangs- 
polonisierung gründen in der Stadt verbliebene Deutsche  
eine sozio-kulturelle Gesellschaft, Vorläuferin der "Gesell- 
schaft der deutschen Minderheit Stadt und Landkreis Elbing"

 


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Copyright © 1997-2006 Ingo Mecke 
Letzte Bearbeitung: 14.10.1997